Kober – 90% unserer Einkäufe von Rohstoffen werden aus dem Ausland beschafft

Der Hersteller von Farben und Lacken, Köber, mit dem Firmensitz in Piatra-Neamt, geführt vom Geschäftsmann Aurel Köber, erwirbt derzeit 90% aller Rohstoffe, die für die Produktion nötig sind, aus dem Ausland; dabei hatte das Unternehmen in den 90´er Jahren den größten Teil der erforderlichen Rohstoffe ausschließlich auf der lokalen Ebene erworben, behauptet Eduard Köber, Leiter der Erwerbabteilung des Unternehmens, anlässlich der Veranstaltung „Campioni în business“ – „Meister im Geschäftsbereich“, die diese Woche von der Zeitung „Ziarul Financiar“ in Jassy organisiert wurde.
„Ich kann nicht zusehen, wie die Chemieindustrie Rumäniens stets bergab geht. 90% aller Einkäufe, die ich betätige, werden im Ausland durchgeführt, weil die rumänischen Forscher, die es noch im Lande gibt, nur theoretische Forschung und keine Projekte mit praktischen Anwendungen betreiben“, sagte Eduard Köber, der Sohn von Aurel Köber, der das Unternehmen aus Piatra-Neamţ, gegründet hat.

Das Unternehmen Köber wurde im Rahmen der diesjährigen Ausgabe der Veranstaltung „Meister im Geschäftsbereich“, die in Moldawien stattgefunden hat, in der Kategorie der großen Unternehmen ausgezeichnet. „Meister im Geschäftsbereich“ stellt ein Projekt dar, das von ZF in Zusammenarbeit mit dem Investitionsfonds Enterprise Investors, mit BCR – der größten Bank auf lokaler Ebene, mit dem Audit- und Beratungsunternehmen PwC und mit dem Verein Triple Helix durchgeführt worden ist.
„In den 90´er Jahren haben wir uns viele von den erforderlichen Rohstoffen im Lande beschafft, es wurde leider inzwischen die Schließung diejeniger Betriebe bervorzugt (…). Das Selbstvertrauen kann nur durch das Engagement der Politik in den Wirtschaftsbereich wieder gewonnen werden. Rumänien kann qualitativ hochwertige Produkte produzieren und kann sogar auch gegenüber den Produkten aus China wettbewerbsfähig sein. Es ist möglich, europäische Qualität bei chinesischen Preisen zu produzieren“, sagte Eduard Köber.
Köber besitzt derzeit drei Fabriken: eine Fabrik für Dekorfarben, eine für Industrielacke und eine für die Produktion von Heizthermen, die insgesamt 500 Mitarbeiter beschäftigen.
Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 198,4 Millionen Lei (44.900.000 Euro) erwirtschaftet, d.h. einen Umsatz um 3% größer im Vergleich zu 2012; in diesem Zeitraum belief sich der Nettogewinn des Unternehmens auf 14,4 Millionen Lei (3,3 Mio.), was nach Daten des Finanzministeriums ein Plus von knapp 11% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Umsatz und der Nettogewinn des Unternehmens Köber haben letztes Jahr das Maximum nach Eintreten der Finanzkrise erreicht.
Der Markt für den Verkauf von Farben und Lacken, das Hauptgeschäftsfeld der Firma Kober, ist im vergangenen Jahr laut Einschätzungen der Marktakteure um 5% auf 150 Millionen Euro geschrumpft. Die Renovierungsarbeiten waren weiterhin die wichtigsten Investitionsziele der Farbenindustrie.
Der lokale Markt für den Verkauf von Farben und Lacken wird in Rumänien vor allem von Marktspieler bestimmt, die im Besitz von ausländischen Investmentfonds sind. Unter den wenigen rumänischen Unternehmer, die sich in dem Wettbewerb mit diesen Investmentfonds bewiesen haben, zählten neben dem Unternehmen Köber auch Remus Aurel Benţa, der das Unternehmen Daw Benţa in Partnerschaft mit dem deutschen Unternehmen Caparol besitzt und Aurel und Marinică Potop, die das Geschäft Sarcom führen. Um ihre Marktposition erhalten zu können, haben sich zwei der wichtigsten Marktspieler aus der Rangliste der ersten 10 Farbenhersteller, Fabryo şi Atlas Corporation, entschieden, zu fusionieren.

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